Im Einklang mit der Natur

Unter ökologischem Landbau versteht man eine besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Form der Agrarwirtschaft, die sich stets am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert.
In der ökologischen Landwirtschaft werden keine wasserlöslichen Stickstoffdünger eingesetzt. Darüber hinaus wird darauf verzichtet, Beikräuter und Insekten mit synthetischen Wirkstoffen zu bekämpfen.

Gerhard Göttsch war einer der ersten Öko-Bauern in Schleswig-Holstein, als er bereits 1974 begann, erste Ackerflächen nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus zu bewirtschaften. Sein Antrieb für die Neuorientierung war die Sorge, dass sich die Pflanzenschutzmittel als Rückstände in Nahrungsmitteln wieder finden und darüber hinaus Boden und Lebewesen belasten. Dass es nicht reichte, nach der Umstellung einfach nur Pflanzenschutzmittel und wasserlösliche Stickstoffdünger wegzulassen, zeigte sich schnell.
So hatte Gerhard Göttsch viel zu lernen und leistete einiges an Pionierarbeit, bis er es verstand, Saattermine und Saatverfahren sowie Methoden der Beikrautregulierung derart anzupassen, dass sie für die Böden des Hofes und die Witterung der Region passten.

Der Anspruch, Äcker sorgsam und nachhaltig zu bewirtschaften und auf diese Weise eine möglichst reichhaltige und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten und zu fördern, entspricht dem heutigen Verständnis von „Biodiversität“. So wachsen auf seinen Feldern im Unterwuchs des Bio-Getreides Wildkräuter und Blühstreifen am Rande der Äcker bieten Insekten, Vögeln und Kleintieren Nahrung und Lebensraum. Inzwischen hat sich auf unseren Äckern eine gute Balance zwischen den naturräumlichen Möglichkeiten der Standorte und den pflanzenbaulichen Notwendigkeiten entwickelt.

Seit Gerhard Göttsch im September 2013 in Rente gegangen ist bewirtschaftet Matthias Schiller die Flächen des BIOLAND-Hofes Göttsch und baut einen Teil des Brotgetreides in Wisch an. Dies hat für unsere Äcker in Passade den Vorteil, dass nun in einer erweiterten Fruchtfolge auch andere Nutzpflanzen wie Wintergerste oder Ackerbohnen kultiviert werden und zu noch mehr Biodiversität beitragen können.

Somit gilt es auch heute noch, neue Ideen zu entwickeln und in der Praxis zu testen, um das Miteinander von Ökologie und Ökonomie auf dem Hof zu optimieren.

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