Bestes Korn

Die Menschen in der Welt beneiden uns um die Brotvielfalt in Deutschland – und das zu Recht, wie wir meinen.

Zu verdanken ist sie vor allem dem unerschöpflichen Reichtum an Brotrezepten, aber auch den verschiedenen Getreidearten, die bei uns seit Jahrhunderten verbacken werden.

Wir vom Passader Backhaus setzen diese schöne Tradition auf BIOLAND-Niveau fort.

Jede Getreideart besitzt von Natur aus ihre typische Ausprägung von Backfähigkeit und Backeigenschaften.
Darüber hinaus sind es aber auch die Witterungsverhältnisse selbst, die eine Roggen-, Weizen-, Dinkel- oder Haferernte mal so oder so ausfallen lässt.

Gerade diese Schwankungen nehmen wir vom Passader Backhaus gern auch als Herausforderung, denn solche Unwägbarkeiten zu beherrschen, macht die hohe Kunst des handwerklichen Backens aus.


Roggen

Nicht zufällig war das erste Brot, welches im Passader Backhaus gebacken wurde, das Passader Roggenschrot, ein Roggenbrot: Diese Getreideart nimmt auf den Feldern des BIOLAND-Hofes Göttsch den größten Raum ein.

Roggen ist ein genügsames Getreide, das meist nach Dinkel oder Weizen angebaut wird. Mit seinen langen Halmen beschattet er den Boden bereits im Frühjahr sehr stark, sodass Beikräuter nur wenig Raum zum Wachsen finden.

roggen

Dinkel

Dinkel ist die zweitwichtigste Anbaufrucht auf dem BIOLAND-Hof Göttsch. Die ursprüngliche Getreideart wurde erst in den letzten Jahren als hochwertiges, schmackhaftes und vielseitiges Getreide wiederentdeckt und ist in zunehmendem Maße vor allem im ökologischen Landbau zu finden.

Dinkel ist sehr anspruchsvoll: Er braucht einen guten Platz in der Fruchtfolge und wird daher meist nach einer Brache angebaut, wenn der Boden sehr gut mit Humus versorgt ist und viele Nährstoffe enthält. Auch muss jedes einzelne Korn in einem zusätzlichen Arbeitsgang aus den Spelzen geschält werden. Seine geringere Anfälligkeit gegenüber Schädlingen und Krankheiten dagegen wird von uns BIOLAND-Bauern sehr begrüßt.

Der geringe Kornertrag, das Schälen und die hohen Ansprüche an die Verarbeitung in der Backstube machen Dinkel zu einem sehr kostbaren Rohstoff.

dinkel

Weizen

Weizen wird bei uns als Sommergetreide angebaut, damit er besser in die Fruchtfolge passt. Zudem sind Eiweißgehalt und -zusammensetzung von Sommerweizen meist günstiger für Backgetreide als jene von Winterweizen. Auf der anderen Seite erbringt Sommergetreide weniger Ertrag, aber wir haben auch einen vergleichsweise geringen Bedarf an Vollkornweizen in unserer Bäckerei.

weizen

Hafer

Auch Hafer ist ein Sommergetreide und damit ein wichtiges Glied in der Fruchtfolgekette des ökologischen Landbaus. Deshalb bauen wir ihn auf dem BIOLAND-Hof Göttsch zwar nicht in jedem Jahr, aber immer mal wieder an. Da wir vergleichsweise wenig Hafer verbacken, lohnt es nicht, unseren eigenen Hafer aufwändig schälen zu lassen. Deshalb verkaufen wir die Ernte über die BIOLAND-Vermarktungsgesellschaft.

Das Passader Backhaus bezieht den benötigten geschälten Hafer über die Handelsgesellschaft Gut Rosenkrantz.

hafer

Was sonst noch auf den Feldern wächst
Im Unterwuchs des Getreides wachsen bei uns Wildkräuter, am Rande der Äcker bieten Knicks und Blühstreifen Insekten, Vögeln und Kleintieren vielfältige Nahrung und Lebensraum. Und auch auf unseren Brachen ist tierisch was los…

Kommen Sie doch mal bei uns in Passade vorbei.

Infotafeln an der Bäckerei und am Weg zu unseren Feldern erläutern die Besonderheiten auf unseren Äckern.