Getreidearten

Anbaufrüchte
Auf dem Hof Göttsch wurden in der Vergangenheit neben den in der Bäckerei verarbeiteten Getreidearten Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Nackthafer und Nacktgerste auch Ackerbohnen, Trockenspeiseerbsen, Grünerbsen, Buschbohnen, Öllein und Rotklee angebaut. Letztlich hat sich der Hof darauf spezialisiert, den Getreidebedarf des Passader Backhauses bestmöglich zu decken und somit liegt der Schwerpunkt des reinen Ackerbaubetriebes auf der Erzeugung von Getreide mit hohem Klebereiweißgehalt.

Impressionen

Die folgenden Videoclips zeigen unsere Felder im Jahr 2009 kurz vor der Ernte -  in voller Reife.
Das kann sich sehen lassen...

Roggen - "Das wichtigste Getreide für unsere Brote"

Der Roggen nimmt auf den Feldern des Bioland-Hofes Göttsch den größten Raum ein, da Roggenmehl im Passader Backhaus am meisten verbacken wird. In der Regel sind in jedem Jahr 25 –30 ha Ackerland damit bestellt. In den meisten Jahren kann damit der Jahresbedarf der Bäckerei gedeckt werden. Roggen ist ein genügsames Getreide, das meist nach Dinkel oder Weizen angebaut wird. Mit seinen langen Halmen beschattet er den Boden bereits im Frühjahr sehr stark, so dass Beikräuter nur wenig Raum zum Wachsen finden.
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Dinkel - "Ein eigensinniges Getreide"

Dinkel ist die zweitwichtigste Anbaufrucht auf dem Bioland-Hof Göttsch. Dinkel wurde erst in den letzten Jahren als hochwertiges, schmackhaftes und vielseitiges Getreide wiederentdeckt und wird in zunehmendem Maße vorwiegend im ökologischen Landbau kultiviert. Dinkel macht es dem Landwirt nicht leicht. Er braucht einen guten Platz in der Fruchtfolge und wird daher meist nach einer Brache angebaut, wenn der Boden sehr gut mit Humus versorgt ist und eine optimale Nährstoffversorgung gewährleistet ist. Sonst ist Dinkel wenig anfällig gegenüber Schädlingen und Krankheiten, hat aber verglichen mit dem verwandten Weizen ein niedrigeres Ertragsniveau. Jedes einzelne Dinkelkorn ist von festsitzenden Spelzen eingehüllt, die in einem zusätzlichen Arbeitsgang – dem Schälen – entfernt werden müssen. Der geringe Kornertrag, das Schälen und die eigenwilligen Verarbeitungseigenschaften machen Dinkel zu einem sehr kostbaren Rohstoff. In der Regel deckt die Erntemenge der 13 ha Dinkelfelder den Bedarf der Bäckerei.
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Weizen - "Bei uns als Sommergetreide angebaut"

Weizen wird bei uns auf 8 ha als Sommergetreide so angebaut, damit er besser in die Fruchtfolge paßt. Zudem sind Eiweißgehalt und -zusammensetzung von Sommerweizen meist günstiger für Backgetreide als jene von Winterweizen. Sommergetreide bringt weniger Ertrag als Wintergetreide, aber auch so deckt der jährlich geerntete Weizen den vergleichsweise geringen Bedarf der Bäckerei.
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Hafer - "Wichtig für die Fruchtfolge, der Natur zuliebe"

Hafer ist ebenfalls ein Sommergetreide und damit ein wichtiges Glied in der Fruchtfolgekette des ökologischen Landbaus. Hafer wird auf dem Bioland-Hof Göttsch allerdings nicht in jedem Jahr angebaut. Der Ertrag von der mit 8 ha kleinen Haferfläche wird über die Bioland-Vermarktungsgesellschaft verkauft, da sich das aufwendige Schälen für die kleine Erntepartie nicht lohnt. Das Passader Backhaus bezieht den benötigten geschälten Hafer über die Handelsgesellschaft Gut Rosenkrantz.
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Getreide ist wie Wein...

Sonne, Regen, Wärme, Kälte und - nicht zu vergessen - die Bodenverhältnisse prägen die Qualität des geernteten Getreides. Ähnlich wie beim Wein gibt es Spitzenjahre, wo alles stimmt, oder solche, in denen man Abstriche in der Erntemenge oder den für die Backqualität entscheidenden Inhaltsstoffen hinnehmen muss. Beim Getreide kommt es besonders auf den Eiweißgehalt, speziell das Klebereiweiß, an. Dessen Menge und Zusammensetzung ist entscheidend für die Teiglockerung und damit für die Porung und den Zusammenhalt der Brotkrume.