»Feinster Blues und mitreissende Improvisationen«

Die Backhaus-Kultur am 24. März 2018 bei uns in der Backstube hatte den Blues…

Kurz nach 19.00 Uhr wurde es am 24. März voll in unserer Backstube in Passade. Gefühlt kamen alle 85 Gäste der diesjährigen Backhaus-Kultur pünktlich, um vor dem Blues genügend Zeit zu haben, Flammkuchen frisch aus dem Ofen und kühle Getränke in der zum Bistro umfunktionierten Backstube zu genießen.

Und dann ließen die norddeutschen Bluesjungs, Georg Schroeter, Marc Breitfelder und Tim Engel, ihren Blues von der Leine.
Zum Aufwärmen gab‘s „Little by little“ und „Hoochie Coochie man“. Mit dem gefühlvollen Klavierspiel und der warmen Stimme von Georg Schroeter, der virtuosen Harp-Spieltechnik von Marc Breitfelder und dem mal zarten mal harten Rhythmus von Tim Engel präsentierten die drei diese Bluesklassiker ihrer ganz eigenen Version.

Dabei zeigte sich schon, daß dieses Konzert für die Besucher auch in sportlicher Hinsicht ein herausforderndes Konzert werden würde.
In den Disziplinen Füße wippen, Kopf nicken und immer wieder ausdauernd Klatschen gaben sie von Anfang an ihr Bestes und einige, die der Rhythmus nicht mehr auf den Stühlen hielt, tanzten zum Ende sogar im Hintergrund.

Mucksmäuschenstill dagegen hing das Publikum an den Tönen der Mundharmonika von Marc Breitfelder als der Ausnahmemusiker sein Instrument schnaufen ließ wie eine Dampflok.
Man meinte, die Dampfschläge und Schienenstöße hören zu können. Dann nahm der Zug Fahrt auf und zwischendurch klang ein fröhlicher Pfiff.
Alle lauschten gebannt, welche Klänge Breitfelder dem fast unsichtbaren Instrument in seinen Händen entlockte. Woher nimmt dieser Mann die Luft für so viel Töne, fragte man sich und atmete unwillkürlich für ihn mit. So spielt ein Weltmeister!

Daß auch Georg Schroeters Eigenkompositionen den Stücken von J. J. Cale und Co in Nichts nachstehen, bewies das Stück „Rocking USA“. Schnelle Klavierläufe, treibende Percussion, melodische Harpklänge und das intuitive Zusammenspiel des Trios rissen die Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hin.

Mit „You are so beautifull“ bedankten sich die Musiker dann am späten Abend bei ihrem Publikum für den ausdauernden Endapplaus und die Rastalocken von Marc Breitfelder formten das V-Zeichen.
So war es für alle Seiten ein rundum gelungener Abend!

Wer Schroeter, Breitfelder und Engel bei uns verpaßt hat, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die Drei am Ostersamstag im Lutterbeker zu hören!