Mehr Platz für mehr Brote und Bäcker

Die Landwirtschaft zieht aus, die Bäckerei kommt

Angesichts der Erfolge ihrer „Heim“arbeit wagt Susan Göttsch den Schritt von der Nebenerwerbsbäckerei zum eigenständigen Betrieb. Im Oktober 1992 wird die Passader Backhaus GmbH als BIOLAND-Bäckerei gegründet und in die Handwerksrolle eingetragen.

Und weil die Backstube im Wohnhaus vor dem Hintergrund der steigenden Produktionszahlen längst aus allen Nähten platzt, zieht die Bäckerei um auf die andere Seite des Hofes in den vorderen Teil der landwirtschaftlichen Maschinenhalle des Hofes Göttsch. Hier entstehen die moderne Backstube, der separate Mühlenraum für die beiden Osttiroler Steinmühlen und der Hofladen.

In der Produktion arbeiten neben Susan Göttsch ein Bäckermeister sowie ein Geselle. Sie kann sich jetzt mit mehr Kraft der Vermarktung widmen. Schon bald ist das Passader Backhaus auf vielen Wochenmärkten im Kieler Umland und im Kreis Plön vertreten. Die ersten Naturkostläden und Reformhäuser werden mit frischen Vollkornbackwaren beliefert.

Bereits 1997 wird es wieder zu eng, und die Bäckerei verdrängt in einem zweiten Erweiterungsschritt die landwirtschaftlichen Maschinen ganz von ihren angestammten Plätzen. In der restlichen Halle entsteht eine neue, automatisierte Vermahlungsanlage mit angeschlossenem Silogetreidelager.

Damit verbessern sich die Arbeitsbedingungen für die Bäcker enorm. Die Beschickung der Mühle erfolgt jetzt ohne körperliche Arbeit über ein geschlossenes Rohrsystem und auch die Staubbelastung reduziert sich so auf ein erträgliches Maß. In der neu entstandenen Kommissionierung steht mehr Platz zum Verteilen der Backwaren und zur Beladung der Verkaufsfahrzeuge zur Verfügung. Die Erweiterung der Backstube schafft Platz für das mittlerweile auf acht Köpfe angewachsene Bäckerteam.

Und da man schon mal am Bauen ist, entstehen für die stetig wachsende Mitarbeiterzahl an der Stirnseite des Gebäudes größere Umkleideräume sowie ein zentraler Pausen- und Aufenthaltsraum. Außerdem gönnt Susan Göttsch sich und den Bäckern hier eigene Büroräume, denn auch die Verwaltung des mittelständischen Betriebes nimmt immer mehr Zeit und Raum in Anspruch.

Ein letzter Ausbauschritt vergrößert 2011 diesen „Wohlfühl- und Verwaltungstrakt“ noch einmal und schafft Platz für einen Besprechungsraum, der mehr Ruhe in die tägliche Kommunikation aller Teams bringt.

Nun sind wir so gut ausgestattet, dass wir auch die nächsten 25 Jahre gut überstehen können.

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1997 Backstubenerweiterung letzter Teil: Umbau der restlichen Maschinenhalle zu Mühlenraum, Expedition und Lager

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