Susan Göttsch – von der Bäuerin zur Bäckerin

„Das kann ich auch selber….“

Es kann doch nicht sein, dass wir reichlich gutes BIOLAND-Getreide ernten und es dann keiner haben will! Dann mache ich eben etwas daraus, was man braucht – Brot.

Dies ging Susan Göttsch durch den Kopf, als sie sich Mitte der 80er Jahre als erfahrene BIOLAND-Bäuerin entschloss, das mit viel Sorgfalt gesäte und geerntete Getreide nun auch selbst zu verarbeiten. Leidenschaftlich Brot gebacken hatte die Amerikanerin mit Faible für kräftiges Schwarzbrot für ihre Familie ohnehin schon – was lag also näher, als auch eine Bäckerei auf dem Hof einzurichten.

Natürlich ging das nicht über Nacht. Zwei Jahre brauchte es, ehe alle Behördengänge getan und die nötigen Umbauten im Wohnhaus vorgenommen waren. Dann aber war es soweit: 1987 öffnete die Hofbäckerei ihre Türen…
Ganz abgesehen von der Aufregung und Freude, die jede Existenzgründung begleitet, brachte die betriebseigene Bäckerei auch zwei entscheidende Vorteile mit: Während der BIOLAND-Hof Göttsch nun in der Bäckerei eine verlässliche Abnehmerin für sein hochwertiges Getreide fand, profitierte die Backstube umgekehrt von den kurzen Wegen.

Das gilt auch noch heute – und darüber hinaus spiegelt sich die nunmehr 30 jährige Geschichte des BIOLAND-Hofs Göttsch und des Passader Backhauses auch in der unmittelbaren Umgebung ihrer Kunden wider. Wer hier durch die Felder streift, erwandert längst ein schönes Stück gelebter Ökologie, und die vielfältigen positiven Wirkungen des Ökolandbaus auf Natur, Umwelt und Gesellschaft kommen direkt der Region zugute.

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1987: Susan Göttsch in ihrer Backstube noch im Wohnhaus

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