Kommen Sie mit ins Korn…

Felderbegehung und Backstubenrundgang

„Sehen, wie der Roggen steht“ heißt es bei uns am 29. Juni 2019.
Wie jedes Jahr bieten wir Ihnen wir Ihnen eine Felderbegehung mit Backstubenrundgang.
Start ab 10.00 Uhr in Passade Dörpstraat 11

Felderrundgang: Mit den Bioland-Landwirten Matthias Schiller und Gerhard Göttsch geht es von der Bäckerei aus zu Fuß den kurzen Weg zu den Äckern des Bioland-Hofes Göttsch, wo das Getreide für die Bäckerei wächst.
Mit Blick auf die wogenden Ährenfelder werden sie die Grundzüge und Besonderheiten des ökologischen Landbaus darstellen und Fragen zu diesem Thema beantworten.

Beim Rundgang durch die Backstube erläutert Anke Drückhammer die Weiterverarbeitung des Korns in der zur Bäckerei gehörenden Mühle und gibt einen Einblick in die Abläufe in der Backstube.

Genüsslich klingt die Veranstaltung aus. Am Brotbuffet stehen alle Brotsorten zum Probieren und Genießen bereit.

Kleine Ofenkunde

Interessantes zu unseren neuen Öfen

Wir arbeiten in unserer Backstube mit zwei verschiedenen Ofentypen:
Wir haben 3 Stikkenöfen und 2 Etagenöfen.
Im Zuge unser Ofenerneuerung haben wir auch unsere Ofentechnik modernisiert.
Anstelle der alten Rauchgasetagenöfen backen wir jetzt mit zeitgemäßen Ringrohretagenöfen.

Ein Stikkenofen ist einem Umluftbackofen vergleichbar. Dort wird ein Wagen (Stikken) eingeschoben, der mit übereinander liegenden Backblechen bestückt ist, auf denen die Teiglinge liegen. Der Wagen rotiert im Ofen, so dass die Gebäcke gleichmäßige Hitze bekommen.
Der Stikkenofen wird vornehmlich für Brötchen und andere Kleingebäcke eingesetzt.

Ein Etagenofen ist der klassische Backofen zur Brotherstellung, sozusagen der Nachfolger des ursprünglichen Holzbackofens. Er besitzt mehrere übereinander liegende Backkammern, auch Etagen genannt, mit jeweils eigener Backkammertür und einer Herdplatte aus Natur- oder Kunststein zur Aufnahme des Backgutes.
Im Etagenofen werden freigeschobene Brote und Kastenbrote gebacken.

Ein Ringrohretagenofen besteht aus einem Brenner, zahlreichen wassergefüllten, geschlossenen Ringrohren, welche die Backsteinplatten umgeben, den Etagen sowie der Schwadenanlage, die den Dampf erzeugt.
Brennerflamme und Verbrennungsgase erhitzen die Ringrohre, das Wasser darin verdampft und bei einem Druck bis 350 bar entsteht bis zu 400°C heißer Dampf.
Dieser steigt nach dem Schwerkraftprinzip ohne Pumpenkraft auf und erhitzt die Steinplatten und Etagen.
Der abgekühlte Dampf sinkt wieder ab und der Heizprozess beginnt erneut.
Aus den abgekühlten Verbrennungsgasen wird mittels Wärmetauscher die Schwadenanlage erwärmt.
So wird die eingesetzte Energie optimal ausgenutzt, die Abgastemperatur ist mit 200°C geringer als bei herkömmlichen Öfen und der Ofen arbeitet leise – ohne Pumpen.

Bei einem herkömmlichen Rauchgasetagenofen hingegen pumpt eine Umwälzung die heißen Verbrennungsgase um die Herde herum und dann verlassen sie den Schornstein mit ca. 350°C.

Unsere neuen Etagenöfen arbeiten mit “sanfter” Hitze, wie die Bäcker sagen.
Das heißt die Backtemperatur ist sehr ausgeglichen.
Die Ofenhitze fällt bei der Beschickung mit Broten kaum ab und die Bäcker müssen die Backtemperatur nicht mehr gegen regeln.
Die Öfen sind zudem so gut isoliert, daß ihre Temperatur außerhalb der Backzeit über Tag nicht mehr unter 130°C abfällt.
Das spart Energie beim Aufheizen.

Unsere Bäcker schätzen besonders, daß die neuen Öfen sehr leise arbeiten, da sie keine Pumpen mehr brauchen.
Die Geräuschemission liegt jetzt nurmehr bei 67 dB – das ist dem Geräuschpegel in einem Großraumbüro vergleichbar – Es sind sozusagen “Flüsteröfen”.

Backstubenführung für Kinder

Kinder machen sich auf den Weg vom Korn zum Brot

In der Führung werden den Kindern die verschiedenen Getreidearten als Pflanzen und als Körner sowie die daraus hergestellten Brotsorten vorgestellt.
Es wird der Weg des Getreides vom Acker bis zum fertigen Brot beschrieben und soweit möglich in der Bäckerei auch gezeigt.
Die Kinder mahlen in einer Steinmühle Getreide und formen aus vorbereitetem Weizenvollkornteig Brötchen und bestreuen diese mit Saaten.

Die Führungen sind für Kindergärten und Schulen von April bis Oktober immer montags möglich – allerdings nicht am letzten Montag eines Monats.

Die maximale Kinderzahl pro Gruppe beträgt 10 Kinder. Größere Klassen/Gruppen können aber geteilt werden, sodass 2 Gruppen hintereinander an einer Führung teilnehmen können.

Die teilnehmenden Kinder sollten mindestens 5 Jahre alt sein. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

Führungen beginnen um 10.30 Uhr und enden um 11.30. Die selbst geformten Brötchen können dann um 12.00 Uhr ofenfrisch abgeholt werden.
Bei Führungen mit 2 Gruppen beginnt die 2. Gruppe um 11.30 Uhr und endet um 12.30 Uhr. Dann können alle Brötchen um 13.00 Uhr abgeholt werden.

Die Pausen können die Gruppen auf dem Spielplatz in Passade überbrücken. Es gibt bei uns im Backhaus keine Möglichkeit, auf die Brötchen zu warten.

Pro Kind erheben wir einen Beitrag von 5.00 €. Die Betreuer nehmen kostenfrei teil.

Es gibt eine begrenzte Anzahl von Terminen. Eine frühzeitige Anmeldung bietet Ihnen eine Auswahl an Terminen.

Weitere Informationen sowie Anmeldebögen erhalten Sie unter 04344-4652.

Rundgang durch die Backstube

Jeden letzten Samstag im Monat öffnen wir unsere Türen…

…um Ihnen einen Einblick in unseren Betrieb in Passade zu geben.
Auch an das leibliche Wohl ist gedacht. Nach dem Rundgang erwartet unsere Besucher ein reichhaltiges Brot-Buffet. So finden auch Sie Ihr Lieblingsbrot in unserem abwechslungsreichen Sortiment.

Infos zur aktuellen Führung finden Sie hier.

Termine der Backstubenrundgänge 2019

Der Backstubenrundgang beginnt immer um 10.00 Uhr.

  • 26. Januar – Wie die Seelen nach Norddeutschland kamen…
  • 23. Februar – Gutes Getreide, herzhaftes Brot
  • 30. März – der Backstuben-Rundgang fällt wegen der Bauarbeiten in der Backstube aus
  • 27. April – Gutes Getreide, herzhaftes Brot
  • 25. Mai – Bestes Brot vom eigenen Hof seit über 30 Jahren
  • 29. Juni – Sehen, wo der Dinkel wächst – Felderbegehung, Backstubenrundgang und Brotbuffet
  • 28. Juli – handgemachte Spezialitäten – Ciabatta, Gerstenfladen
  • 24. August – Dinkel – Renaissance für eine fast vergessene Getreideart
  • 28. September – Wie schmeckt ein ausgereiftes Brot – wie sich der Geschmack eines Brotes im Laufe der Tage verändert
  • 26. Oktober – Unsere gewürzigen Backwaren: Seelen und Holzofenbrot
  • 30. November – Bald nun ist Weihnachtszeit … – Weihnachtsgebäck und Punsch

Bitte beachten Sie: Aus personellen Gründen nehmen wir keine Gruppenanmeldungen zu den Führungen an.

Um interessierten Besuchern einen umfassenden Eindruck vom Zusammenwirken von Bäckerei und BIOLAND-Hof zu vermitteln, bieten wir jeweils am letzten Samstag im Juni parallel zum Backstubenrundgang eine Felderbegehung an.

Felderbegehung

Hier wächst das Getreide für das Passader Backhaus

Schauen Sie sich das Getreide, aus dem später unsere Backwaren entstehen, aus nächster Nähe an und erfahren Sie mehr über die Herausforderungen des ökologischen Landbaus.

Besonders gerne beschreiben Gerhard Göttsch und Matthias Schiller während eines Spaziergangs über die Felder die positiven Effekte einer naturverbundenen und nachhaltigen Landwirtschaft.

Der offene Blick auf den Passader See und die für ökologisch bewirtschaftete Felder typische, vielfältige Tier- und Pflanzenwelt machen die Felderbegehungen zu einem Naturerlebnis.

Das somit gewonnene Wissen um die Herkunft und Natürlichkeit des so wichtigen Rohstoffes Getreide lässt die Backwaren des Passader Backhauses gleich nochmal besser schmecken.

Termin für die Felderbegehung 2017

24. Juni (parallel mit dem Backstubenrundgang)